Ein Projekt steht an. Alle wissen: Wir brauchen einen Implementierungspartner. Das Team muss aufgestellt werden. Und: die Organisation ist nicht gerade bekannt dafür, Projekte besonders gut umzusetzen.
Und dann geht es los. Partner-Shortlist. Ressourcen. Budget. Meilensteine.
Drei Monate später: Das Team arbeitet. Der Partner ist an Bord. Doch die Energie fehlt. Kritische Stimmen werden lauter.
Was fehlt, ist kein besserer Plan. Es fehlt ein gemeinsames Zielbild.
Die Frage „Warum machen wir das?" wurde nie wirklich beantwortet. Der Business Case reicht dafür nicht.
Ein gutes Zielbild ist gemeinsam erarbeitet worden. Es lässt sich erklären und macht zuversichtlich. Das kostet Zeit. Und es wird auch nicht alle begeistern. Es wird zu bestimmten Themen einen Konsens geben. Manche werden zurückstecken müssen. Aber: Alle wissen, wofür und warum.
Ohne das bleibt jedes Projekt eine Pflichtübung.
Mit einem Zielbild, das gemeinsam erarbeitet wurde, entsteht konstruktive Energie. Auch bei denen, die Abstriche machen mussten. Weil sie gehört wurden. Weil ihre Kritik in die Lösung eingeflossen ist.
Besonders bei neuen Prozessen, Systemen, Verhaltensweisen. Wenn wir Handlungen verändern WOLLEN, statt es als Zwang zu betrachten, fangen wir damit an. Wir lernen in dem wir Tun und wir Tun, wenn wir Wollen. Dieser Zusammenhang wird in vielen Projekten übersehen.
Die Fragen zu Projektbeginn:
→ Was ist das sinnvolle Ergebnis?
→ Welches Zielbild können wir gemeinsam tragen?
→ Welche kritischen Punkte müssen wir lösen?
Erst dann: Partner, Team, Planung.
