05 Feb
05Feb

💥 „Der Zeitplan ist sportlich – aber anders erreichen wir die Ziele nie.“

Projektmeeting, Lenkungsausschuss, das Projektteam ist im Raum.
Eigentlich wissen alle: Der Zeitplan ist in der Form nicht haltbar.

Trotzdem wird er - mit Verweis auf Ambition und Zielbilder - als Muss-Kriterium bestätigt: „Sonst passiert ja nichts.“

Einige Wochen später sieht die Realität so aus:
✂️ Der Scope wird an mehreren Stellen verkleinert
⏱️ Themen werden nach hinten geschoben
🏃‍♂️‍➡️ Prioritäten werden aktionistisch neu sortiert
🚨 Durchgesetzt wird oft das, was am lautesten gefordert wird,
nicht das, was für das Projekt am sinnvollsten wäre
🕗 Alle arbeiten mehr.

Aber das Projekt wird davon nicht wirklich besser.

In vielen Organisationen gilt noch immer eine einfache Logik:
Ambitionierter Zeitplan + hoher Druck = mehr Ergebnis

Meine Erfahrung aus Projekten, die eng mit IT-Systemen und Prozessen zusammenhängen, ist eine andere:
Kurzfristig erzeugen ambitionierte Zeitpläne Bewegung.
Langfristig zerstören sie genau das, was komplexe Projekte brauchen:
klares Denken, gute Entscheidungen und echte Verantwortungsübernahme.

Gute Ergebnisse entstehen nicht aus Einsatz allein, sondern aus hashtag#Arbeitsfähigkeit.

Wenn Projekte so organisiert sind, dass
- konzentriertes Arbeiten kaum möglich ist,
- Entscheidungen dauerhaft unter Zeitdruck getroffen werden und
- Erholung keinen Platz hat,

können Menschen ihre Fähigkeiten nicht wirksam einbringen,
egal wie erfahren oder engagiert sie sind.

Ich beschäftige mich genau mit dieser Lücke:
zwischen hohem Leistungsanspruch und der Frage, ob Projekte überhaupt so aufgesetzt sind, dass gute Arbeit darin möglich ist.

Wie oft haben Sie selbst schon einen Zeitplan freigegeben, von dem allen klar war, dass er so nicht aufgehen kann?


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